15.09.04

Three more items for free delivery

Er überlegt schon seit zwei Wochen, ob er sich das arabische "I LOVE NEW YORK" T-Shirt in den U.S.A. bestellen soll.

Es wäre ja wahrscheinlich von seinen Feunden (~peergroup) nicht direkt zu entschlüsseln. Schön ist es ja immer, auf neue Kleidungsstücke / Haarmatten / Freundinnen angesprochen zu werden und eine lustige Geschichte dreingeben zu können.

Er würde es also übersetzen müssen. Oder die Behauptung weitergeben , diese Schriftzeichen bedeuteten eben das Beworbene. Wen würde er sich damit zum Feind machen? Zumal, drei Jahre neunelf eben rum, niemand soll sagen müssen, das sei unangebracht.

Der Zweifel ist der ungeliebte Mitbewohner, der nie beim Abspülen hilft.

Posted by Derek Gold at 22:50 | Comments (7)

14.09.04

Image Adjustments

Schrecklich, gar nicht aushaltbar. Unglaublich. Unfassbar. Schämen soll er sich. Und doch hat er es nicht hinbekommen. Zu schreiben. Regelmässig. Passiert denn zu wenig in seinem Leben? Angst bekommen vor den Mitlesern? Soziale Kontrolle ist kein frisch gepflückter, duftender Pfirsich. Immerhin.

Also vielleicht doch weitermachen?
Mal seh’n was geht.
Bleibt dran.

Posted by Derek Gold at 18:06 | Comments (6)

11.07.04

Alle Packen Ihre Luftschlangen Aus und Werfen sie In Die Luft

Grossartige Stimmung am Wochenende. Bis eben. Und die Nachbarn ihre Kuschelrock CD ausgepackt haben. Da fällt mir ein, Rückenschmerzen habe ich auch. Mein lieber Freund Knud würde sicherlich von Psychosomatik zu berichten wissen. So viele Pläne, so wenig Energie. Wo soll die denn herkommen, bitte, der Herr, sagt der Kaffeetisch-Mitbewohner.

Posted by Derek Gold at 12:48 | Comments (2)

09.07.04

Ich schäme mich für diesen Text (edit)

Anfang: Das Kind war beim Vater geparkt.

(Die Zwei Freunde sassen wie hingewürfelt an der Bar. Ihr Auftrag: Prüfen und Urteil abgeben. Am nächsten Wochenende.)

In der Zwischenzeit die viel zu kleine Wohnung. Es roch nach Zwiebeln. Das Bett war klein. Körper bilden eine Parallele (vergiss den Abstand nicht). Von oben gesehen: Zwei Menschen kratzen sich am Kopfe. Zufällig liegen sie nebeneinander). Über dem Bett: Ein Geist schwebt, die Form des "Ex".

Ihre Arme dünn, pergamenten.

Sie: "So ist das mit dem älter werden."

Nicht klar, was passieren sollte. Im Zweifelsfall vielleicht besser nichts. Deswegen trank man Tee – eine exquisite Gelegenheit, das Bett zu verlassen.

(Insert: Man schreibt den Text in einer Bar. Der Kollege sagt die beste Band der Welt auf. Ich vergesse sofort, um wen es sich handeln mag. Ich wünsche, an der Bar zu sitzen. Ich stehe. Setzen dauert noch zwei Stunden, höre ich. Der Barmann findet seine Exotica CD nicht. Der Laden füllt sich. Ob man hier wohl auch Drogen kaufen kann? Vielleicht im Gang zur Toilette? Rein hypothetisch natürlich nur. Ich traue mich nicht zu fragen. Dann: Der Barmann hat seine Buena Vista Social Club CD gefunden.)

Umsehen – mir wird klar: mache nie den Fehler, dich mit einem dicken Buch (700+ Seiten) und Doppelkinn und Weizenbier an eine Bar zu setzen. Doch für heute bin ich befreit von solchen Sorgen: ich habe mein Doppelkinn vergessen.

Posted by Derek Gold at 18:49 | Comments (4)

Die Frau

Die Frau mit dem kaputten Hollandrad (eigentlich habe ich ihren Gepäckträger kaputtgesessen). Die Frau mit der kleinen Tochter auf Öland. Die Frau mit dem Walldorf-Sweatshirt (Batik). Die Frau, die sagte: "Im Luxus ist noch nie was schief gegangen."

Die Frau an der Rezeption. Die Frau mit dem Pepita-Shirt (ich sprach sie an). Die Frau, die Judith Hermann von mir erzählte. Die Frau, die den Fickenden am Hoffenster zuzusehen pflegte. Die Frau, die mir Cini Minis zum Frühstück anbot (es gab sonst nichts).

Die Frau mit dem roten BMW. Die Frau mit dem silbernen BMW Cabrio. Die Frau, die mit ihrem Vater eine WG bewohnte und Bob-Marley-Poster über dem Bett bevorzugte. Die Frau mit der Pistole in der Tasche. Die Frau mit dem Pulver, die mir ihr Polizei-Feuerzeug lieh. Die Frau mit den Hörspiel-kassetten. Die Frau, die Spaghetti Carbonara für mich kochte. Die Frau mit dem Postfahrrad.

Die Frau, die mit dem Techno-DJ schluss gemacht hatte. Die Frau aus dem Aargau. Die Frau, die sieben Monate ihre Tage nicht bekam. Die Frau, deren Mittagspause ein immerwährendes Geheimnis ist. Die Frau, die mir Berlins schlimmste Absturzkneipe bekannt machte. Die Frau, die nur Disney-Videos mit mir sehen wollte.

Die Frau, die gerade die Vorzüge einer Dreiecksbeziehung zu schätzen lernte. Die Frau, die in meiner Anwesenheit ohnmächtig wurde. Die Frau, die mir Whiskey trinken beibrachte. Die Frau, die am nächsten Morgen wieder zu ihren Grundschülern zurückmusste. Die Frau mit den blonden Stachelbeerbeinen. Die Frau, deren Volleyballkarriere nicht starten wollte.

Die Frau, die mich mit Jeninek und Absinth bekannt machte. Die Frau, die mir Kuchen von der Arbeit mitbrachte. Die Frau mit der roten Perücke. Die Frau, die mir ein YES-"Torty" zum Geburtstag brachte. Die Frau, die mich herauswarf, weil ich ihren Küchenboden nicht mit genügend Respekt behandeln wollte. Die Frau, mit der ich eine Nacht im Kofferraum eines VW Golf verbrachte. Die Frau, die ein schwedischer Kinderstar gewesen war.

Die Frau aus dem Studentenheim. Die Frau, die McDonalds-Spielzeug als Haarschmuck trug. Die Frau, die (nun) in der Stadtverwaltung arbeitet. Die Frau, die mich als erste komplett ignorierte. Die Frau, die ein kettcar besass (und mich fahren liess). Dann riss die Kette. Kettcar ohne Kette = nichts gutes. Die Frau, deren Buchregal sich "Sextips for Girls" und "Mein Kampf" teilten.

Januar 2004.
compiled from memory

Posted by Derek Gold at 18:32 | Comments (8)

17.05.04

QOTD

Warum hat Anke Engelke einen Sony VAIO auf ihrem Tisch stehen?

Posted by Derek Gold at 22:30 | Comments (7)

27.04.04

What is Rocket Science? Part I

Was alles nicht Rocket Science ist: Customer Service // Increasing Hotel Internet Sales // HTML und natürlich auch CSS // Education Reform und Politics, von dahin nicht weit zu E-Gov // Hatte ich schon Creating and managing a Web site erwähnt? // Leider auch Effective advertising und mall redevelopment; Real Estate und Virus writing sind auch mit dabei. Beruhigend vielleicht, dass losing weight, Getting the facts in Iraq und quality auch mit dabei sind. Wird fortgesetzt! (via Google)

Posted by Derek Gold at 21:43 | Comments (12)

13.03.04

Hamburg ... Berlin

fenster.jpg

Fenster. Bässe. Fische.
Es riecht nach Öl, ausserdem.
Hast du schonmal auf der Autobahn "Welcome Insel"
selbst das Motoröl gewechselt?
Alleine zum Baggersee gefahren und dort
den Reihern nachgesehen?
Wo bin ich? Am Wasser? In der Kälte, Currywurst essend?
Oder beides Gleichzeitig?
Noch ein Jever bitte. Danke.

Spar.jpg

Und, meine lieben Leser, welches Foto ist wo entstanden?
Nicht, dass ich micht mehr erinnern könnte.
Aber wer will, darf mal raten.

Posted by Derek Gold at 20:52 | Comments (7)

29.02.04

Herr Gold geht aus

Freitag abend, Mitte:

  • Türsteher: "Wo wollen Sie denn hin?"
  • Mann mit Dreadlocks: "Ich komm’ gerade von der SAP-Party"
  • R2D2-Rucksackträger
  • Mann zu Frau: "Speaking of sex, wie viele Löcher hast du denn?"
  • Trockennebel, das gibt es also doch wirklich. Noch? Wieder?

Ist das etwas, worüber ich mir jetzt Gedanken machen muss? Mit Mineralwasser im Flur stehen und mich umgucken und ... mich fragen, warum ich keinen Trucker-Hut anhabe? Vermutlich nicht, stimmts?

Posted by Derek Gold at 17:12 | Comments (6)

10.01.04

Dusch das

Mein Duschgel behauptet, es brächte mich "von 0 auf 100 – egal wie kurz die Nacht vorher war." Frage: was ist "einhundert" bzw. "null" und warum kann das ein Duschgel?

Posted by Derek Gold at 12:29 | Comments (5) | TrackBack

06.01.04

Vodka ties it all together

Morgens ist die mentale Sehschärfe jetzt immer am grössten.

Das Traumphänomen (Wow! Aber gerade habe ich es wieder vergessen) verschiebt sich so in den Tag: Schnell merken, was mir da eben noch aufgegangen ist. Lichtlein, ach kleines Lichtlein, gehe nicht so schnell wieder aus. Tut's dann aber doch. Unter der dicken Eisschicht des Schneeregens versteckt's sich und will nicht mehr rauskommen. Nachts träume ich dann wieder davon (oder von imaginären Vodka Kranbeeren Mixparties auf weitläufigen Ländereien entfernter Bekannter). Muss das Wetter sein.

Neulich Woody Allen als standup comedian in... NY gehört. Die Brillenschlange amüsiert das Publikum, welches offensichtlich narkotisiert ist und leider zu laut lacht. Woody erzählt davon, wie er einmal in den 1960er Jahren von einer bekannten Vodkafirma fast genötigt worden sei, Werbung für deren Flagschiff-Produkt (Neusprech) zu machen.

da_mule.jpg

Er, haha, hat natürlich dankend abgelehnt. Publikum: Applaus. Grölt. Was man halt so macht, wenn man echt voll schnafte drauf ist. Ist ja auch fast ein, äh, Menschenrecht. Genug des Lamentierens.
Bleibt Gold, ihr alle.

Posted by Derek Gold at 23:26 | Comments (6)

24.12.03

Good Life 2003 (Telefonüberwachung)

Mehr Rotwein bitte. Ja, danke, war nett. Ja, nein, sie hat nicht bekommen was sie wollte. Naja, egal, ja, denke ich auch. Oh, toll, ja, genau, ich habe jetzt einen Füller, genau, damit ich auch analog schreiben kann, wieder. Nein, nein... genau, damit ich endlich meinen Roman™ fertigmachen kann.

Nee, von Katarina habe ich auch nichts mehr gehört, ja, stimmt... plötzlich Mutter werden ist ja auch nicht wirklich einfach. Genau! Genau, ja, die, die im Spätsommer plötzlich hochschwanger vor meiner Türe stand und meinte, sie kommt gerade vom Schreibtreff zurück und wollte nur mal eben hallo sagen. Seltsam, das.

Hmmm... warte mal, ich mache eben Carl Craig ein bisschen leiser... ja genau. Und selbst, alles OK, ja? Jaja. Genau. Kein Schnee, schwach. Ja. Unklar. Klima eben. Ja, suckt. Voll. Nee, aber Fitné Studio nach Weihnachten. Hihi. Genau. Gay? Nee. Genau. Eben. Ja. Mal sehen. Stimmt. Nee, zu Fuss. Genau, also ich muss mal los in die Dorfdisco.

Nee, die sind nicht so schick. Ach, ich nehm ein paar Drogues und dann... genau, wird schon klappen. Höh. Also. Genau. Bis morgen. Bussi!

Posted by Derek Gold at 23:14 | Comments (7)

02.12.03

Auf nach Tijuana

Die Rücklichter verschmieren in meinem Auge. Kalt ist's, doch warm unter der dicken Thermojacke. Nachdem man mir an der Grenze die rechte Vorderscheibe zerschossen hat, kann ich zum Glück vor lauter Fahrtwind nicht mehr einschlafen.

Ich habe noch ein Bahnhofsbistro-Brötchen und eine Flasche Jever, die Alexander bei der Besetzer-Aktion bei IKEA letzte Woche in meinem Corolla liegengelassen hat. Dummerweise bin ich ohne Strassenkarte losgefahren. Und die Lohnsteuer-Jahreserklärung wird wohl auch nicht mehr fertigwerden.

Endlich Urlaub. Hoffentlich nicht für immer.

Posted by Derek Gold at 21:35 | Comments (7)

22.11.03

Winterfreuden

Ich bin zu müde, um schlafen zu gehen.
Ich bin zu müde, die Wohnung aufzuräumen.
Ich bin zu müde, meine Verwandten anzurufen.
Ich bin zu müde, meinem Vermieter den Marsch zu blasen.
Ich bin zu müde, neue Schuhe zu kaufen.
Ich bin zu müde, Milch zu kaufen.
Ich bin zu müde, Bücher zu kaufen.
Ich bin zu müde, die Reihenfolge dieser Aufzählung zu optimieren.
Ich bin zu müde, mir Gedanken über meine Zukunft zu machen.
Ich bin zu müde, mir Gedanken über meine Gegenwart zu machen.
Ich bin zu müde, mich auf Weihnachten vorzubereiten.
Ich bin zu müde, öfters Danke zu sagen.
Ich bin zu müde, meine Haare schneiden zu lassen.

Ich bin nicht zu müde, jeden Tag eine Schachtel Zigaretten zu kaufen.

Posted by Derek Gold at 21:45 | Comments (6)

21.10.03

Herbst

Do I find all this depressing just because my Zoloft prescription expired?
-- Chris Seibold

Posted by Derek Gold at 02:40 | Comments (5)

07.10.03

Sag mir, was soll es bedeuten...

Hallo Dieter.

Heute Nacht habe ich von dir geträumt. Ich sprach vor grosser Runde von meinem Missbehagen deiner neuen Veröffentlichung gegenüber.

Eine kleine Kakerlake lief über meinen weissen Porzellanteller und nahm meine Aufmerksamkeit in Anspruch. Ich hatte schnell entschieden, sie leben zu lassen und sah auf: Du sassest mir direkt gegenüber und warst wohl in den ersten Herbstregen geraten.

Deine Frisur wollte nicht mehr ganz so fesch schimmern wie auf den Deckeln des Müller-Milchreises. Geknickt wirktest du, taufrisch nett dabei. Es schimmerte eine wahre Besorgnis durch über die Tendenz mancher Mitmenschen, deine Ideale und Wertvorstellungen nicht immer gutheissen zu wollen.

Mein Beissreflex war völlig verschwunden. Es gelang mir nicht, mich dahingehend zu äussern, dass die Wiedergabe meiner Worte an dieser Stelle der Schwärzung bedurft hätten. Der wahre Alptraum.

Posted by Derek Gold at 23:38

05.10.03

Danke, EU!

marlboro_vorher_nachher_sch.jpg

Neue Chancen für Gewerbetreibende?

Posted by Derek Gold at 18:10 | Comments (52)

03.10.03

Einheitstag

Auf der Strasse. Brünette Frau, blonde Frau. Weinbergsweg.

Brünette: Hey, hast du immer noch keine Kippe für mich?
Blonde: (schüttelt den Kopf und steigt ins Auto)
Brünette: Hey weisst du was, du bist echt n Scheisstyp
Blonde (zögert): Weisst du was, du solltest mal arbeiten gehen, dann kanst du auch Zigaretten kaufen.
Mitte-Frau, läuft vorbei / zur Brünetten: Hey echt, sie hat dir doch nichts getan. Reg dich doch nicht so auf.

Touristengruppe Kollwitzplatz:

Mann mit fester Stimme: Und da merke ich, da fühle ich mich nicht wohl, das ist ein seltsamer Platz für mich.
Begleitung schaut betreten und nickt.

Mann mit Bart und Mann mit Camouflage-Hose, Friedrichstrasse:

Bart: Das war mein erstes Beastie-Boys-Konzert, und wie er dann immer die Mädels auf die Bühne holt und während der Veranstaltung mit ihnen fickt
Hose: Ja, genau, wahnsinn, und sich dann am Ende die verheilten Narben hervorkramt und wieder aufschneidet!!!

Posted by Derek Gold at 15:09

Vergessen

Aufgestanden und eine halbe Stunde nicht gewusst, warum heute die Läden geschlossen haben. Das Radio hilft mir auf die Sprünge. Jemand sagt mir, ich solle selbstbewusster sein. Nicht ich persönlich, gemeint ist der deutsche Volkskörper natürlich. Muttertagsreden.

Posted by Derek Gold at 11:05

30.09.03

Seltsame Dinge & Sachverhalte

Sich beim Möbeltragen fotografieren
Joghurt mit Käsekuchen-Geschmack
Duschhaube als Hoteldienstleistung
Minibar wegen Stromausfall in Italien aufgetaut

Posted by Derek Gold at 18:08

20.08.03

Did you know

Jeremy Hedley von antipixel.com: weiss: "It takes 27 muscles to frown, but only 3 to pull a trigger." Nifty!

Posted by Derek Gold at 22:13

16.08.03

Sweetie Review #001

Bonbonpapier: Finde das Multivitaminbonbon. Versuche, das Karamelbonbon zu lokalisieren:

fit_9_chacha.gif

Welches der beiden wird wohl besser schmecken? Hinweise werden gerne angenommen.

Posted by Derek Gold at 00:51 | Comments (7)

02.08.03

Wochenauslese

1. Was ist der Unterschied zwischen Routine und Tradition?

2. Ich mache keine Bookmarks mehr. Fast keine mehr, jedenfalls. Es gibt nur noch zwei Kategorien, in die ich die Seiten aufteilen will, an die ich mich erinnern möchte: "Standards" und "Interessant". Der Rest wird wohl nicht so wichtig gewesen sein.

3. Gemerkt, dass es immer noch und in zunehmenden Masse gefährlich ausgehen kann, in beiläufigen Gesprächen Altersvergleiche anzustellen. That is, einfach nur die dumme Frage nach dem Alter mit der dummen Wahrheit zu beantworten. Baby, solange du unter dreissig bist: No Go! Man will ja keine seelischen Schmerzen beim Gegenüber verursachen. So vain, aber was solls.

Posted by Derek Gold at 19:36

27.07.03

Meckern ist Einfach

Im Sommerloch sind abgelatschte Aliterationen allemals angesagt: "Miezen, Männer und Maschinen", gesehen bei spiegel.de

Posted by Derek Gold at 18:01

24.07.03

Mr. Moore Hates Nice Fonts

Die Sommergrippe hat auch seine interessanten Seiten. Ja, mit irgendwas muss Herr Gold sich beruhigen. Zeit also, den neuen Videoverleih zu testen und einige Stunden verpasste Kinobesuche nachzuholen.

Wollen wir uns doch die Titelsequenzen ansehen. Nehmen wir einen nicht ganz unbilligen Spielfilm US-amerikanischer Herkunft und das TAZ-Abogeschenk des Julis, Herrn Moores Erklärungsversuch für die ca. 11.000 Waffentoten / Jahr in seinem schönen Heimatland. As it happended, I chose to rent "Bowling for Columbine" and Mr Spielberg's recent "Catch Me If You Can". Which looks like this:

catch_me_title.jpg

Okay. Spielberg hat einfach mehr Geld.

Schockierend, dass Michael Moores Titelsequenzen aus der Verdana gesetzt sind. Mit Windows geschnitten? "Catch me..." muss einfach wegen des titlings ausgeliehen und angesehen werden. Sehr, sehr 60er. Und der ganze Film in 3 Minuten. Speak Up weiss mehr dazu. Und Senses of Cinema bringt einen interessanten udn ausführlichen Artikel zu Retro Titles.

Posted by Derek Gold at 21:17

15.07.03

How To Play Your Internal Organs Overnight

Mit Stereolab in den Sommer. Wieder einmal. Die Luft schmeckt nach etwas, das gleich passieren muss, kann, soll, wird. Wird es? Ja, das ist mein Leben. Mit dem Sofa fing der Nestbau an. Was kommt als nächstes?

Bitte beachten Sie auch das Weblog "JD3" unter dieser Adresse

Posted by Derek Gold at 20:13

17.05.03

Fnuky.

Ich weiss nicht, ob ich hier Rezepte veröffentlichen soll. Rezepte für ein erfolgreiches Leben vielleicht? Haha, da suche ich ja auch selber noch nach.

Mein Spätkauf hat umdekoriert. Wo sich die Menschen im Eingangsbereich auf der Suche nach Kleingeld für Van Nelle Tabak und Happy Hippo Snack mit denen rieben, die Einlass begehrten, klafft nun eine ungewolte Wohlfühl-Lücke. Dementsprechend raunzig verhält sich das Verkaufspersonal, das mit der Irritation der Nachtmenschen wohl so nicht gerechnet hat.

Heute habe ich im Treppenflur ein liebevoll geschmiertes Butterbrot gefunden, das wie absichtlich an die Wand drapiert einen vorzüglichen Salamigeruch verströmte. Dennoch konnte mich diese Tatsache nicht über den nun defekten Gamecube Controller hinwegtrösten. Nunja, dachte sich Herr Gold, dann dieses Wochenend eben ohne neue Herausforderungen in fantastischen Welten. Eine davon reicht ja auch schon, manchmal.

Mein Lieblingszitat heute: "Ich stehe jeden fucking Morgen um fucking sieben Uhr auf und dann das!" Fucking, genau!

Posted by Derek Gold at 22:38

07.05.03

Sell in Hell

Die Sonne geht eben unter. Himmel dunkelblau. Ich möchte allen, die schnell mit dem Netz verbunden sind, mix of the week dot com empfehlen. Das kann als schöne Musik zum Abend dienen. Mir jedenfalls, jetzt eben.

Dieser Abend steht ganz im Zeichen des ebay-Versendens. So spannend es auch ist, als Verkäufer den Preisen beim Steigen zuzuschauen, so lästig ist dann doch wieder das warten auf den obligatorischen "Zahlungseingang" und das Verpacken. Aber mittlerweile kann ich die Preise für exotische Versandmethoden schon fast auswendig. Vielleicht bin ich auch nicht der richtige Tüp für sowas.

Was ich wohl nie bei ebay losschlagen werde: Meine gebrauchten, zwei Jahre mit Schweiss getränkten Puma Retro Turnschuhe. Zwei halb aufgebrauchte Dosen Fensterlack (1 Liter). Eine aus ARD-Vorabendserien bekannte italienische "Designerlampe (alu)", die den Monatslohn eines polnischen Wanderarbeiters gekostet hat, aber nach 6 Monaten mit einem rauchenden Netzteil desertierte.

Posted by Derek Gold at 21:20

25.03.03

Y10k Compliance

Wie sieht es mit deinem Horizont aus? Bist du ein Mensch, der geistige Werte schafft? Wie lange sollen deine Arbeiten für die Nachwelt erhalten bleiben? Wärst du damit einverstanden, dass deine Werke solange zugänglich/erhalten bleiben, bis deine Kinder sie ansehen können? Was geschieht danach? Was passiert, wenn kein elektronisches System deine Daten mehr lesen kann?

Mönchsgleich organisiert --- eine eigene Religion als Organisationsform wäre ideal --- kümmert sich eine kleine Gruppe von Menschen darum, Daten bis ins Jahr 10.000 hinüberzuretten. Das sind noch ein bisschen weniger als achttausend Jahre... Wird es das geben?

Posted by Derek Gold at 13:00

01.03.03

Kann ich noch schreiben?

Dolores Montez hat es vorgemacht. Jetzt muss ich auch mal nachsehen, ob ich das noch kann — schreiben. Mit einem kleinen Bild für jeden Tag.

Gäste stehen aus, fahren Fahrrad, klingeln bald an meiner Türe. Mir würde es auch Spass machen, Gedanken für hier zu sammeln. Stattdessen wird von mir verlangt: Dass ich den Tisch in der Stube rein mache, den Ofen anwerfe, den Wein ins Warme stelle. Mir Gedanken über meine Zukunft mache.

Und nächste Woche: Bericht aus der Firma. Wo sich meine Zukunft für das Erste wohl noch nicht entscheidet.

Posted by Derek Gold at 20:15

21.02.03

Wie ich einmal versuchte, ein Vorwort zu verfassen.

Frühjahrsputz im Februar! Und was ich hier gefunden habe: Einen Text. Der muss hier jetzt einfach rein.

Wie schwer das ist, anzufangen, irgendwo. Abends, als die grauen Häuserwände noch vor dem orangenen Sonnenuntergang in den Himmel stechen. Vielleicht noch März, ein Abend, die Familien sitzen zu Tisch, doch wir haben schon zusammen ein Bier getrunken. Fleischer ist neu in der Stadt, doch schon jetzt ist sie zu klein. Fleischer fährt mich in der Dämmerung herum. Wir wissen noch nicht, wo es hingehen soll. Wir halten an einer Telefonzelle, nach wenigen Minuten kommt Fleischer zurück und wir wissen nun bescheid. Ein rotes Sandsteinhaus. Wir bekommen Kartoffeln und Rosenkohl. So macht es der Gastgeber schon seit Jahren, heisst es. Der Steward kommt dazu, eben ist er aus Leipzig zurückgekehrt. Der Steward spricht laut und hat Alkohol mitgebracht. Der Gastgeber schenkt allen ein. Wir wollen vergessen, oder wieder wie früher sein; da hilft nur: Saufen. Die letzte Pfanne ist schon längst ausgeleckt, als wir Kirschlikör entdecken. Muss ja, wir haben nichts anderes mehr. Recht unvermittelt sitzt Fleischer auf dem Fahrersitz neben mir, wir haben uns endlich verfahren. Heute nacht keine Angst, dass wir schrecklich verstümmelt aus einem Blechklumpen gekratzt werden müssen. Ich strecke mich und selten zufrieden, ja friedlich fühlt es sich an. Ein Fuchs schafft es gerade noch vor uns vorbei, und die Gewissheit ein aufblitzen im Kopf aus Kirschlikör: Heute, heute abend, heute nacht, das war der Anfang. Von. Etwas. Neuem.

Ich sehe den Gastgeber am anderen Ende des Regals stehen. Über Likör will ich mich nicht mit ihm unterhalten. Auch der Steward würde kein allzugutes Gesprächsthema hergeben. Vielleicht bin ich auch nur in keiner Laune zu einem weiteren kennenlernen. Doch der Gastgeber erkennt mich, weil ich zu lange gezögert habe. Oh hallo. Er ist sehr nett. Wir gehen hinaus, der Gastgeber nimmt noch einen kleinen Kalender mit. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite finden wir ein Café, noch kenne ich mich nicht so gut aus in diesem fremden Stadtteil. Doch der Gastgeber hat die richtige Wahl getroffen. Ich hasse Milchkaffee und heisse Schokolade. Wir sprechen über Hobbies. Sein Hobby ist: Reisen. Das ist ja nichts neues, aber beeindrucken lasse ich mich dennoch. Hinterher ärgere ich mich darüber. Wir verspechen, uns wiederzusehen.

Welche der zwei Begegnungen zuerst stattgefunden hat, das weiss ich heute nicht mehr. Zwei müssen sich gegenseitig beweisen, dass sie es alleine schaffen. Zufallsbegegnung, Name vergessen. Weitere Treffen, jetzt mit Absicht. Namen merken, Herkunft erforschen. Vorlieben erfüllen, Wünsche ablesen. Abstand nehmen, Reaktionen testen. Wieder näher. Schattenspiele an der Wand beobachten. Viel geredet, viel gelacht. Noch mehr geweint. Ich wünschte, es wär mir scheissegal, dass du mich verachtet hast. Oder war es bewunderung? Wie du dir vorgenommen hast, nie wieder jemanden zu bewundern. Du wolltest nie kleiner sein. Bewundern bedeutet, sich kleiner als den bewunderten zu machen. Wie du wolltest, dass niemand diesen Beschluss erfährst.

Wie ich einmal versuchte, ein Vorwort zu verfassen.

Eine Geschichte, die kein Ende gefunden hat. Ohne Absicht begann sie, und niemand hat sich die Mühe gemacht, sie fertigzuschreiben. Eine Laune, und die war nicht immer gut, und als die Kirschblüten sprossen, begann der Frühling. Nicht nur vor der Tür, auch im Kopf, würde Manfred Bissinger sagen. Gemeinsam haben wir die Hoffnung, die Angst, die Liebe durchgestanden. Ich weiss nicht, was wir gefunden haben, aber ohne wäre unser Leben nicht das, was wir heute haben. Danke. Derek Gold

Posted by Derek Gold at 21:10

16.02.03

Nothing To Do With Me

Stereolab. Die Zweite Woche fängt an. Soll ich jetzt Java lernen?

Posted by Derek Gold at 18:47