Ich will mich musikalisch nicht "kritisch mit dem auseinandersetz[en], was in Deutschland geschieht" (Antje Vollmer bei SPON). Ich will, bitte, beats.
Das Wort "Tathergang" lässt die kalte, goldene Sonne der siebziger Jahre zwischen den Birken vor deinem viel zu grossen Loft hervorblitzen.
Sollte man den Sound des Bieres lieber löschen?
Er überlegt schon seit zwei Wochen, ob er sich das arabische "I LOVE NEW YORK" T-Shirt in den U.S.A. bestellen soll.
Es wäre ja wahrscheinlich von seinen Feunden (~peergroup) nicht direkt zu entschlüsseln. Schön ist es ja immer, auf neue Kleidungsstücke / Haarmatten / Freundinnen angesprochen zu werden und eine lustige Geschichte dreingeben zu können.
Er würde es also übersetzen müssen. Oder die Behauptung weitergeben , diese Schriftzeichen bedeuteten eben das Beworbene. Wen würde er sich damit zum Feind machen? Zumal, drei Jahre neunelf eben rum, niemand soll sagen müssen, das sei unangebracht.
Der Zweifel ist der ungeliebte Mitbewohner, der nie beim Abspülen hilft.
IKEA ist im aktuellen Katalog auf das duzen der Kundschaft nur umgestiegen, weil sich der Spruch "Wohnst du noch, oder lebst du schon?" so gut anliess.
Schrecklich, gar nicht aushaltbar. Unglaublich. Unfassbar. Schämen soll er sich. Und doch hat er es nicht hinbekommen. Zu schreiben. Regelmässig. Passiert denn zu wenig in seinem Leben? Angst bekommen vor den Mitlesern? Soziale Kontrolle ist kein frisch gepflückter, duftender Pfirsich. Immerhin.
Also vielleicht doch weitermachen?
Mal seh’n was geht.
Bleibt dran.