
Das Sinnbild der Bar überhaupt.
Hier stimmt der Name und die Typo.
Gesehen in Basel, Barfüsserplatz.

Ich war da. Ich habe es gesehen. Jeden Tag, jeden morgen. Oft vorbeigegangen. Ab und zu den Kopf gehoben. Hinterher nach Hause gegangen. Radio gehört. John Peel geliebt. Nochmal runter. Bier holen. Zigarettenautomat kaputt. Dosenpfand. Pfandflasche. U-Boot-Tasche geholt. Telefoniert. Snack kaltgeworden. An morgen gedacht. Gehofft, dass alles besser wird. Gebetet, dass gestern nicht so gut war wie nächste Woche werden würde. Träumerstrasse. Ja, hier wohne ich.
Do I find all this depressing just because my Zoloft prescription expired?
-- Chris Seibold
"Spicery is up to everyone's taste!", bzw. Gewuerze und Pasten nach Geschmack dosieren, dazu rät mir seit neuestem mein Tütensuppenhersteller aus Viet Nam. Abgesehen davon, dass ich immer alle Tuetchen aufreisse und unbesehen komplett auf das Nudelbrikett gebe, würde mich doch gerne interessieren, wer sich für diesen (Warn-?) Hinweis stark gemacht hat.

Dieses Foto zeigt einen Zustand, der vor dem Anfertigen des Bildes verändert wurde.

Wurfkärtchen im Briefkasten: Werbung für Waschmaschinen- und Fernsehreparaturen. Jeden Monat landen an die zehn dieser Printprodukte in der analogen Mailbox. Vielleicht ein Drittel will auf die deutsche Flagge nicht verzichten: Scheint so eine Art Alleinstellungsmerkmal zu sein.
Muss man darauf hinweisen, dass man die Waschautomaten deutsch repariert? Spricht man nur deutsch? Will man auf die grosse Zielgruppe vielleicht rumänischer Waschmaschinenbesitzer verzichten? Oder vielleicht auf die Türken? Warum habe ich noch keinen Halbmond auf diesen Kärtchen erblickt? Denn, wenn Deutschlandflagge: Ist das besser, irgendwie?
Hallo Dieter.
Heute Nacht habe ich von dir geträumt. Ich sprach vor grosser Runde von meinem Missbehagen deiner neuen Veröffentlichung gegenüber.
Eine kleine Kakerlake lief über meinen weissen Porzellanteller und nahm meine Aufmerksamkeit in Anspruch. Ich hatte schnell entschieden, sie leben zu lassen und sah auf: Du sassest mir direkt gegenüber und warst wohl in den ersten Herbstregen geraten.
Deine Frisur wollte nicht mehr ganz so fesch schimmern wie auf den Deckeln des Müller-Milchreises. Geknickt wirktest du, taufrisch nett dabei. Es schimmerte eine wahre Besorgnis durch über die Tendenz mancher Mitmenschen, deine Ideale und Wertvorstellungen nicht immer gutheissen zu wollen.
Mein Beissreflex war völlig verschwunden. Es gelang mir nicht, mich dahingehend zu äussern, dass die Wiedergabe meiner Worte an dieser Stelle der Schwärzung bedurft hätten. Der wahre Alptraum.

Traurige Frauen, die alleine reisen und Abends den Martini Bianco an der Hotelbar wegtrinken, müssen diese Duschhaube benützen.
Im Zuge der allgemeinen Sonntags-Früh-Abends-Melancholie hier zwei Schnipsel von mittlerem allgemeinen Mitteilungswert:
Tja, das alte selbsgebastelte Stylesheet hatte sich beständig geweigert, erweitert und verbessert zu werden. Irgendwie mit dem falschen Fuss aufgestanden. So also eine Rückkehr zu den default styles. Von hier aus optimieren, so geht jedenfalls der Plan. Nun sind aber zum Glück die Tagesüberschriften wieder da.
Auf der Strasse. Brünette Frau, blonde Frau. Weinbergsweg.
Brünette: Hey, hast du immer noch keine Kippe für mich?
Blonde: (schüttelt den Kopf und steigt ins Auto)
Brünette: Hey weisst du was, du bist echt n Scheisstyp
Blonde (zögert): Weisst du was, du solltest mal arbeiten gehen, dann kanst du auch Zigaretten kaufen.
Mitte-Frau, läuft vorbei / zur Brünetten: Hey echt, sie hat dir doch nichts getan. Reg dich doch nicht so auf.
Touristengruppe Kollwitzplatz:
Mann mit fester Stimme: Und da merke ich, da fühle ich mich nicht wohl, das ist ein seltsamer Platz für mich.
Begleitung schaut betreten und nickt.
Mann mit Bart und Mann mit Camouflage-Hose, Friedrichstrasse:
Bart: Das war mein erstes Beastie-Boys-Konzert, und wie er dann immer die Mädels auf die Bühne holt und während der Veranstaltung mit ihnen fickt
Hose: Ja, genau, wahnsinn, und sich dann am Ende die verheilten Narben hervorkramt und wieder aufschneidet!!!
Aufgestanden und eine halbe Stunde nicht gewusst, warum heute die Läden geschlossen haben. Das Radio hilft mir auf die Sprünge. Jemand sagt mir, ich solle selbstbewusster sein. Nicht ich persönlich, gemeint ist der deutsche Volkskörper natürlich. Muttertagsreden.